Steuerbefreiung für Aushilfskräfte ab 01. Jänner 2017

Seit 1. Jänner 2017 haben Sie die Möglichkeit zu Stoßzeiten bzw. zusätzlichem Arbeitsaufkommen welches den regulären Betriebsablauf überschreitet (z.B. kurzfristiger Ausfall einer Arbeitskraft, ein Einkaufssamstag oder in der Vorweihnachtszeit), geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer anzustellen, die unter bestimmten Voraussetzungen steuerbefreit sind. Darunter fallen die Kommunalsteuer (KommSt), der Dienstgeberbeitrag (DB) und der Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ). Dazu ist es notwendig, für die betroffenen Arbeitnehmer einen Lohnzettel an das Finanzamt zu übermitteln. Die Unfallversicherung und die betriebliche Vorsorge sind vom Dienstgeber dennoch abzuführen. Die Steuerbefreiung für Aushilfskräfte ist für die Kalenderjahre 2017 bis 2019 befristet.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die Befreiung in Anspruch zu nehmen:

  • Es muss sich um ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis handeln (die Geringfügigkeitsgrenze für 2017 beträgt EUR 425,70/Monat).
  • Die Aushilfskraft muss neben der steuerfreien Aushilfstätigkeit (höchstens 18 Tage pro Kalenderjahr) einer vollversicherten Haupterwerbstätigkeit (selbständige oder nichtselbständige (Teilzeit-)Beschäftigung) nachgehen.
  • Die Tätigkeit als Aushilfskraft darf nicht im selben Unternehmen sein bei dem bereits ein Dienstverhältnis besteht.
  • Der Arbeitnehmer darf die begünstigte Aushilfstätigkeit, unerheblich für wie viele Arbeitgeber man auf diese Art tätig ist, für höchstens 18 Tage pro Kalenderjahr ausüben. Der Arbeitnehmer hat gegenüber den Arbeitgebern die Informationspflicht, wie viele Tage er bereits im Kalenderjahr als Aushilfskraft gearbeitet hat. Die steuerliche Begünstigung steht ab Beginn des Beschäftigungsverhältnisses nicht mehr zu, sobald die Grenze von 18 Tagen (pro Kalenderjahr) überschritten wurde.

Beispiel:
Die Aushilfskraft A arbeitet von Jänner bis Juni 9 Tage und die Aushilfskraft B arbeitet von August bis Dezember 10 Tage.
Die Aushilfskraft A kann steuerfrei abgerechnet werden, sofern die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung erfüllt sind, und die Aushilfskraft B kann nicht steuerfrei abgerechnet werden (Überschreitung der 18-Tage-Grenze für das Unternehmen).

Damit die Steuerbefreiung zusteht, muss der Arbeitgeber von Aushilfskräften folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Aushilfskraft dient zur Abdeckung eines zeitlich begrenzten zusätzlichen Arbeitsaufkommens, dass den regulären Betriebsablauf überschreitet.
  • Der Arbeitgeber kann an höchstens 18 Tagen im Kalenderjahr steuerfreie Aushilfskräfte beschäftigen. Kommt die Aushilfskraft ihrer Informationspflicht gegenüber dem Arbeitgeber nicht nach und konnte dadurch der Arbeitgeber nicht wissen, dass die Aushilfskraft bereits bei einem anderen bzw. bei mehreren Arbeitgebern die 18-Tage-Grenze überschritten hatte, so verliert die Aushilfskraft ab Beginn des Beschäftigungsverhältnisses die steuerliche Begünstigung. Eine allfällige Nachversteuerung der Einkommenssteuer/Lohnsteuer erfolgt im Rahmen der Pflichtveranlagung.

Für Beratungen stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung!

Das Dokument soll einen Überblick verschaffen und es besteht keine Garantie auf Vollständigkeit.